Konzept
Das Fach Übungsfirmenarbeit gibt es nur an der Wirtschaftsschule. Im Gegensatz zu den sog. Schülerfirmen, die es teilweise in anderen Schulformen gibt und eher einen Projektcharakter besitzen, ist die Übungsfirmenarbeit an Wirtschaftsschulen ein sehr wichtiges und profilbildendes Fach. Es vertieft und vernetzt Lerninhalte zentraler Fächer wie Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Daten- und Textverarbeitung, Wirtschaftsmathematik sowie Deutsch und Englisch.
Eine Übungsfirma arbeitet wie ein tatsächlich bestehendes Unternehmen. Durch die Vernetzung von mehreren hundert bayerischen Übungsfirmen ist dabei eine realitätsnahe Wirtschaftswelt entstanden, in der die Übungsfirmen miteinander Geschäfte abschließen. Lediglich der Warenaustausch findet nur fiktiv statt.
Mit klassischem Unterricht hat die Übungsfirma dabei wenig zu tun. Die SchülerInnen werden zu Mitarbeitern der Übungsfirma und kommen in verschiedensten Abteilungen zum Einsatz. Dabei erledigen sie betriebswirtschaftliche Routineaufgaben, aber auch komplexere und immer neu auftretende Situationen gilt es mit Ideenreichtum zu bewältigen. Nach dem Motto „Training on the Job“ steht selbstständiges Arbeiten im Vordergrund. Die Lehrkraft wird zum Lernberater.
Kurzorganigramm:
Neben der o. g. Vernetzung von Unterrichtsinhalten steht vor allem der Erwerb von Sozial- und Methodenkompetenz im Vordergrund. Es werden gezielt Schlüsselqualifikationen wie Teamwork, vernetztes und auch kreatives Denken, Flexibilität, Sprachkompetenz und Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit gefördert.
Als Paten für die Übungsfirmen stehen uns namhafte Unternehmen der Region zur Seite: die Firma Dehner für die Flower Power GmbH, die Firma Zott für die Milchstraße GmbH sowie seit dem Schuljahr 2010/11 die Firma hama für die electro house GmbH. Die beiden erstgenannten Übungsfirmen der PWS wurden bereits mit dem Qualitätszertifikat der Übungsfirmenzentrale in Memmingen ausgezeichnet.

